CEF

Mit den Europäischen Sprachenzertifikaten wird Sprachkompetenz messbar und europaweit vergleichbar

Bis vor kurzem gab es vielfältige, uneinheitliche, zum Teil willkürliche Maßstäbe zur Feststellung von Fremdsprachenfertigkeiten. Personalverantwortliche konnten aus Angaben wie Englisch fließend oder Spanisch in Wort und Schrift bestenfalls mutmaßen, inwieweit Mitarbeiter/-in oder Bewerber/-in Englisch nun tatsächlich beherrschen. Viele Unternehmen entwickelten Ihre eigenen Sprachlevels, was aber nur der Vergleichbarkeit innerhalb des Unternehmens diente.

Auf Weisung des Europarates hat der Europäische Rat für kulturelle Zusammenarbeit (CDCC) den Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen (Common European Framework of Reference for Language Learning and Teaching = CEF) geschaffen, der in sechs international vergleichbaren Niveaustufen die vier klassischen Bereiche

HÖREN | LESEN | SPRECHEN | SCHREIBEN

als Raster beschreibt. Mit diesem Raster kann das Sprachkompetenzprofil aller europäischen Sprachen genau beschrieben werden - für die Formulierung eines Unternehmenszieles (Stichwort Corporate Language), einer Stellenausschreibung oder einer Bewerbung.

Diese Vorgaben werden nun sukzessive auf nationaler Ebene umgesetzt. In Deutschland wurden beispielsweise die öffentlich-rechtlichen Prüfungen der IHKs diesem Referenzrahmen bereits zugeordnet und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine zentrale Einrichtung, WBT Weiterbildungs- und Testsysteme, geschaffen, die in Deutschland verantwortlich ist für die am Referenzrahmen orientierten Prüfungen der Europäischen Sprachenzertifikate, der Lizenzierung der Prüfungsinstitutionen und der Lizenzierung von Prüfern sowie der damit zusammenhängenden Qualitätssicherung. Der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) "empfiehlt den Unternehmen nur diese Zeugnisse und Zertifikate mit CEF-Einstufung zu akzeptieren, weil diese Qualität und Transparenz gewährleisten" (Arbeitsplatz Europa, Hrsg. DIHT).

Die Europäischen Sprachenzertifikate basieren auf der Erkenntnis, dass es ein geeintes Europa nur dann geben kann, wenn die Kommunikation der Europäer untereinander besser wird und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen international steigert. Gerade mit Blick auf den internationalen Arbeitsmarkt ist es unverzichtbar, ein Instrument zu haben, das sprachliche Handlungsfähigkeit am Arbeitsplatz anhand eines anerkannten Kompetenzstufensystems differenziert beschreibt.

Außerdem dient der Referenzrahmen auch als Basis für ein handlungsorientiertes Fremd-sprachentraining, da der direkte Bezug zur Berufspraxis klar erkennbar und im Training herzustellen ist. Unternehmen sollten deshalb konsequenterweise auch bei der Durchführung ihrer Weiterbildungsmaßnahmen im Fremdsprachenbereich darauf achten, dass dieses Training mit dem CEF korrespondiert.

Hier können Sie die einzelnen Kompetenzstufen sehen.

Choose Language

Deutsch
English